Projekt

Das Projekt C.A.S.T.L.E. („A chess Curriculum to Advance Students Thinking and Learning skills in primary Education“ – Dieses Akronym ist eine Anspielung auf die Rochade im Schach, welche im Englischen „Castle“ genannt wird) wurde mit der Idee gegründet, die Partnerschaft zwischen Deutschland, Italien und Spanien auf dem Gebiet der Psychomotorik und des Schachs zu fördern. Zuständig dafür sind „Alfiere Bianco“ in Italien, „Verein Ajedrez 64 Villalba“ in Spanien und die „Deutsche Schulschachstiftung“ in Deutschland.

Unser gemeinsamer Gedanke ist, dass ein Programm aus Psychomotorik und Schach in der Schule das Wachstum von Individuen in verschiedenen Bereichen der menschlichen Natur fördert, wie zum Beispiel die Verbesserung der motorischen Geschicklichkeit, das Verständnis der Gesetze von Ursache und Wirkung, das Erkennen von Beziehungungen (und diese zu beurteilen) sowie die Entwicklung von Fähigkeiten wie Selbstbestimmung und Rechenschaftspflicht.

Um dieses Ziel zu erreichen, treten wir nicht als externe Trainer an den Schulen auf, sondern bilden Lehrer sowohl in den didaktisch-pädagogischen als auch in den fachlichen Kompetenzen aus. Aktuell haben bereits über 1000 Kinder die von uns entwickelte Lehrstunden erhalten.

Das Programm ist für die Schüler eine Ausbildung für das Leben, in welcher sie lernen, sowohl Schwierigkeiten und Niederlagen zu bewältigen, als auch Siegen und Erfolgen zu begegnen:
Das Verständnis der Prozesse des Schachspiels fördert das kritische Denken, Geduld, Entschlossenheit und die Fähigkeit zu einem strategischen Ansatz – wichtige Fertigkeiten, die jeden Tag gebraucht werden, in einer Welt, wie einem großen Schachbrett:
Bestehend aus „schwarzen Nächten und weißen Tagen“. (Jorge L. Borges)

Die motorische und psychische Entwicklung der Schüler wird während des Projektes von den Universitäten Turin und Madrid  in einer wissenschaftlichen Studie untersucht. Dafür haben wir in den drei teilnehmenden Ländern Vergleichsklassen gefunden, mit deren Hilfe wir die Validität der Studie sichern. Die Ergebnisse werden im zweiten Quartal von 2017 veröffentlicht.

Unser Ziel ist es, das Projekt bis 2017 unter Förderung von Erasmus+ in den teilnehmenden Ländern durchzuführen und – wenn die Forschung uns in unseren Zielen bestätigt – in den nächsten Jahren auf zahlreiche weitere Mitgliedsstaaten der EU auszuweiten.